
Die Entmenschlichung der österreichischen Politik schreitet unaufhaltsam voran.
Einen wichtigen Beitrag dazu hat auch wieder unsere Innenministerin geleistet.
Frau Fekter vergleicht Einbrecher mit Heuschrecken und glänzt mit absurden rechtspopulistischen Äusserungen, anstatt sich mit den Ursachen zu beschäftigen. Vielleicht hat sie den Vergleich mit den Heuschrecken gewählt, um ihre "Schädlingsbekämpfungsmittel" zu verkaufen?
Auch ich habe keinerlei Symphatien für Einbrecher.
Aber im Gegensatz zu Fekter, bin ich mir schon im Klaren, dass es sich dabei um Menschen, und nicht um Insekten handelt.
Fekter machte laut Standard, den absurden Vorschlag, von
mutmaßlichen Tätern eine Kaution von einigen tausend Euro zu verlangen.
Sollte diese Kaution nicht innerhalb von 72 Stunden aufgebracht werden können, so sollen Vermögenswerte, wie Autos etc, beschlagnahmt und versteigert werden.
"Wer nicht verurteilt wird, soll das Geld samt Zinsen zurückbekommen", sagt Fekter.
Nehmen wir an, ein ausländischer, (natürlich geht es wieder um Sündenböcke aus dem Ausland)
mutmaßlicher Täter, für den die Unschuldsvermutung zu gelten hat, führt zu wenig Geld bei sich:
Laut Fekter soll dann sein Auto versteigert werden.
Davon abgesehen, dass wohl niemand ein ausländisches Auto ersteigern wird, weil das mit unüberwindbarem Papierkram verbunden wäre, könnte man wohl niemals den realen Preis erzielen...
Unschuldige will Fekter dann mit einem Butterbrot für ihr hart erworbenes Hab und Gut abspeisen....
Wer von einer Innenministerin ein gesundes Rechtsempfinden erwartet, wird zumindest in Österreich, bitter enttäuscht.